Erstickungsgefahr durch Süßigkeiten


Warnung vor Lutschbonbons
Erstickungsgefahr durch Süßigkeiten

Süßigkeiten sind bei Kleinkindern sehr beliebt. Bei harten Süßigkeiten ist jedoch Vorsicht geboten: Sie können Erstickungsanfälle auslösen. Bei welchen Süßigkeiten die Erstickungsgefahr am höchsten ist, berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ).

Harte Süßigkeiten als Auslöser

Egal ob Bonbons, Lutscher oder andere harte Süßigkeiten – sie alle können Erstickungsanfälle bei Kleinkindern auslösen. Zu diesem Ergebnis kommen Ärzte aus den USA. Sie werteten die Daten von verschiedenen Krankenhäusern aus. Demnach landeten in den Jahren 2001 bis 2009 rund 12.500 Kinder unter 14 Jahren in der Notfallambulanz aufgrund eines Erstickungsanfalls. Die häufigste Ursache waren Süßigkeiten, Nüsse oder Knochenstücke.


Sofort Rettungsdienst verständigen


Verschluckt ein Kind versehentlich harte Nahrungsmittel, können diese in der Luftröhre stecken bleiben. In diesem Fall sollte am besten sofort das Heimlich-Manöver angewendet werden. Bei diesem wird Druck auf den Unterbauch erzeugt, in der Hoffnung, die Luftwege wieder frei zu bekommen. Bleibt der verschluckte Gegenstand trotzdem stecken, ist umgehend der Rettungsdienst zu verständigen.


Um Erstickungsanfällen vorzubeugen, sollten Kleinkinder keine zu großen und harten Süßigkeiten erhalten. Auch von rohen Apfel- oder Karottenstücke ist abzuraten. Lieber das Obst mit einer Raspel klein reiben. Ebenfalls sollten Kleinkindern beim Verzehr von Nahrungsmittel nie unbeaufsichtigt sein. 

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