Trockene Haut


Die richtige Pflege im Winter
Trockene Haut
Onoky Photography/Veer
Besonders im Winter benötigt die Haut viel Feuchtigkeit und Fett.

Gerade in der kalten Jahreszeit haben viele Menschen Probleme mit trockener Haut. Die Haut spannt und ist anfällig für Infektionen. Daher braucht sie im Winter eine Extraportion Pflege.

Winter setzt der Haut zu

Bei Kälte sinkt die Durchblutung der Haut, sie produziert weniger Fett und kann Feuchtigkeit schlechter binden. Dadurch gerät der natürliche Schutzmantel aus dem Gleichgewicht. Belastungen wie trockene Heizungsluft in Räumen, geringe Luftfeuchtigkeit im Freien und häufige Temperaturwechsel beanspruchen die Haut zusätzlich und trocknen sie aus. Die Folgen: Es spannt, juckt und schuppt, in schlimmen Fällen entstehen Austrocknungsekzeme. Durch kleine Risse können Bakterien oder Erreger eindringen und Entzündungen verursachen. Für die kalte Jahreszeit rät Elena Helfenbein, Beautyexpertin des Verbands der Vertriebsfirmen Kosmetischer Erzeugnisse (VKE) deshalb: „Versorgen Sie die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und Fett, damit sie geschmeidig bleibt und nicht rissig oder spröde wird.“

Auf den Inhalt kommt es an

Wie man die Haut im Winter richtig pflegt, erklärt Hautarzt Dr. Heiko Grimme, Mitglied im Bundesverband der Deutschen Dermatologen: „Verwenden Sie eine reichhaltigere, lipidhaltigere – umgangssprachlich fettigere – Creme als im restlichen Jahr.“ Fett in und auf der Haut verhindert, dass zu viel Feuchtigkeit verdunstet. Erkennen lassen sich diese Cremes oft an den Hinweisen „für trockene“ beziehungsweise „für sehr trockene Haut“. Vorsicht ist geboten bei zu hohem Feuchtigkeitsgehalt. Wenn das Wasser in den Cremes verdunstet, kann die so entstandene Verdunstungskälte bei Minusgraden zu Erfrierungen führen.

Besonders extremen Bedingungen ist die Haut beim Wintersport ausgesetzt. Der Schutz durch eine normale Creme reicht bei starker Belastung durch Wind und Sonne oft nicht aus. Hier empfiehlt es sich, zu speziellen Wind- und Wettercremes oder richtigen Fettcremes zu greifen.

Richtig duschen und baden

Um die Haut optimal zu versorgen und zu schützen, empfiehlt Dr. Grimme, Körper und Gesicht mindestens ein- bis zweimal täglich einzucremen. Etwas zurücknehmen sollte man sich dagegen beim Baden und Duschen. Denn das heiße Wasser strapaziert die Haut und trocknet sie aus. Ratsam sind höchstens zwei Vollbäder pro Woche und fürs Duschen gilt: nicht zu lange und nicht zu heiß. Auch hier ist es wichtig, die richtigen Pflegeprodukte zu verwenden. Normale Seifen und waschaktive Substanzen trocknen die Haut zusätzlich aus. Daher rät Elena Helfenbein, beim Duschen ein Duschöl zu verwenden, das schon beim Einseifen pflegt und den Schutzmantel der Haut intakt lässt.

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