Mit Diabetes in die Luft gehen


Verhaltenstipps für Flugreisende
Mit Diabetes in die Luft gehen

Die meisten Diabetiker haben gelernt, mit ihrer Krankheit zu leben und ihren Alltag darauf einzustellen. Steht eine Reise mit dem Flugzeug an, sind aber einige Dinge zu beachten. Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) gibt Diabetikern Ratschläge, wie sie sich vorbereiten und während des Flugs richtig verhalten.

Diabetes – eine Volkskrankheit

Etwa 7 Prozent der Deutschen leiden unter Diabetes. Darunter versteht man eine chronische Störung des Blutzuckerstoffwechsels. Im Normalfall sorgt das Stoffwechselhormon Insulin dafür, dass Körperzellen überschüssigen Zucker (Glucose) aus dem Blut aufnehmen. Bei Diabetes-Patienten wird Insulin nur in kleinen Mengen oder zeitlich verzögert gebildet. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist die Folge. Kurzfristig treten häufig Beschwerden wie Austrocknung und Sehstörungen auf. Langfristig drohen beispielsweise Arterienverkalkung und Nierenversagen. Um eine Überzuckerung zu vermeiden, muss der Betroffene seinen Blutzuckerspiegel konsequent überwachen und sich bei Bedarf Insulin spritzen.

Vor dem Einchecken

Diabetiker sind darauf angewiesen, Geräte zum Messen des Blutzuckerspiegels oder zum Spritzen des Insulins jederzeit und überall dabei zu haben. Am Flughafen ziehen Sicherheitssysteme wie Ganzkörperscanner oder Durchleuchtungsapparate diese Utensilien häufig in Mitleidenschaft. „Insbesondere der Motor einer Insulin-Pumpe oder eines Blutzuckerspiegelmonitors kann bei der Passage durch einen Handgepäckscanner elektromagnetisch beeinflusst und dadurch in seiner Funktionsweise gestört werden“, warnt Wolfgang Wesiak, Präsident des BDI. Er rät Betroffenen, sich im Vorfeld vom Hausarzt belegen zu lassen, dass sie die Geräte aus medizinischen Gründen mit sich führen. So spart man sich eine unnötige Untersuchung.

Richtiges Verhalten während des Flugs

Auch im Flugzeug gilt es vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Ergebnisse einer Studie zeigen, dass Luftdruckveränderungen während des Flugs die Hormonabgabe von Insulin-Pumpen beeinflussen können. Diese Geräte sind dauerhaft über einen Schlauch mit dem Körper verbunden. Sie versorgen ihren Träger rund um die Uhr automatisch mit kleinen Mengen Insulin. Beim Start eines Flugzeuges kann der entstehende Druckabfall in der Kabine die Insulin-Abgabe erhöhen. Die Landung führt hingegen zu einem Druckanstieg und einer verminderten Abgabe des Hormons. Grundsätzlich sind meist nur geringe Abweichungen des Blutzuckerspiegels um maximal eine Einheit nach oben oder unten die Folge.

Wollen Betroffene sicher gehen, empfiehlt Dr. Wesiak, vor dem Start den Schlauch der Insulin-Pumpe vom Körper zu trennen und erst nach Erreichen der vollen Flughöhe wieder anzuschließen. Ähnlich verfährt man nach der Landung. Zunächst die Pumpe vom Schlauchsystem trennen, zwei Einheiten leer abpumpen und dann den Schlauch wieder mit der Pumpe verbinden.

Pollenflugkalender

Vorhersage für Neubrandenburg

News

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Oktober

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Probiotika im Einsatz

Ob für eine gesunde Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder als Begleiter beim Abnehmen: ... Zum Ratgeber

Notfälle A-Z

Notfälle A-Z

Ein Sturz von der Leiter, ein Nervenzusammenbruch oder gar ein plötzlicher Herzinfarkt – Erste Hilfe zu leisten, ist nicht nur Aufgabe professioneller Sanitäter, sondern eines jeden Bürgers. Das ist sogar gesetzlich festgelegt: „Unterlassene Hilfeleistung“ kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft werden. Und sich in Erster Hilfe auszukennen, kann lebensrettend sein. Die Überlebensrate nach einem Herzstillstand verdoppelt sich, wenn Laien gleich mit der Wiederbelebung beginnen. In diesem Kapitel erfahren Sie alles, um in lebensbedrohlichen Situationen optimal Hilfe zu leisten.

Mehr erfahren
Linden-Apotheke
Inhaberin Aliona Tsiple
Telefon 0395/5 44 25 81
Fax 0395/5 44 25 51
E-Mail lindenapo.nb@t-online.de