Rauchen nach der Schwangerschaft


Hohes Risiko für Säuglinge
Rauchen nach der Schwangerschaft

Babys von Raucherinnen sind gesundheitlich gefährdet – selbst wenn die Mutter an der freien Luft raucht. Denn der Tabakrauch bleibt in der Kleidung hängen. Darauf weisen US-amerikanische Mediziner hin.

Nichtraucher für neun Monate

Etwa jede zweite Frau, die raucht, verzichtet während einer Schwangerschaft auf Zigaretten, um das Wohl ihres Kindes nicht zu gefährden. Eine Umfrage des Moffitt-Krebszentrums ergab jedoch, dass etwa 80 Prozent der Frauen nach der Geburt des Kindes wieder zum Glimmstängel greifen. Bedenklich – so die Meinung der Experten, denn auch Rauchen nach der Entbindung gefährdet das Baby. Die Experten möchten deshalb vor allem junge Mütter darauf aufmerksam machen, dass Passivrauchen für den Säugling schädlich ist.

Babys: Schwache Abwehr

Der Organismus von Säuglingen entwickelt sich noch und ist sehr empfindlich. Deshalb leiden nicht nur die kleinen Lungen unter dem Qualm. Zahlreiche Studien belegen, dass Säuglinge rauchender Eltern ein schwächeres Immunsystem haben als Nichtraucher-Nachwuchs. Raucher-Sprösslinge leiden häufiger an Infekten und Atemwegserkrankungen und entwickeln öfter eine Intelligenzminderung oder Verhaltensstörungen wie ADHS. Auch der plötzliche Kindstod trete bei Kindern rauchender Eltern häufiger auf, mahnen die Wissenschaftler.

Rauch haftet an Kleidung

Das Fatale: Viele Eltern glauben, dass sie ihren Nachwuchs vor Passivrauchen schützen, indem sie an der freien Luft rauchen oder zum Rauchen den Raum verlassen. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Denn der Rauch setzt sich an der Kleidung und den Haaren fest – manchmal in so kleinen Mengen, dass die Eltern selbst den Geruch nicht wahrnehmen. Bei Körperkontakt kommen die Kinder dann mit den Rauchpartikeln in Berührung. Die Mediziner raten deshalb: Eltern kleiner Kinder sollten dem Rauchen ganz abschwören – im Interesse des Kindes.

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