Tollwut: Risiko auch in Deutschland


Welche Schutzmaßnahmen nötig sind
Tollwut: Risiko auch in Deutschland

Tollwut ist ein Problem vieler afrikanischer und asiatischer Länder. Doch auch Deutschland ist nicht tollwutfrei. Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) will das Bewusstsein über die Infektionskrankheit Tollwut schärfen.
Tollwut-Opfer vor allem in Afrika und Asien
Die Tollwut, eine immer tödlich verlaufende Viruskrankheit führt nach Schätzungen der WHO zu jährlich über 50.000 Todesfällen vor allem in Asien und Afrika. „Alle 10 Minuten stirbt ein Mensch an Tollwut, obwohl diese Krankheit durch eine konsequente Tollwutschutzbehandlung nach einem Biss mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden kann und zudem heute eine zuverlässige vorbeugende Impfung zur Verfügung steht", betont Thomas Löscher von der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximillians-Universität München (LMU).

Gefahr durch Fledermäuse und importierte Tiere

Obwohl in Westeuropa in vielen Ländern die überwiegend von Füchsen und Hunden übertragene Tollwut so gut wie nicht mehr vorkommt und auch Deutschland seit langem als tollwutfrei gilt, sind weiterhin Fledermäuse infiziert. „Dieses Risiko besteht auch in Deutschland und sollte nicht unterschätzt werden", warnt Löscher. „Zudem stellen Bisse durch illegal importierte und somit ungeimpfte Tiere ein Risiko dar.

Auch in diesem und im vergangenen Jahr sind wieder Reisende an der Tollwut gestorben, zum Teil erst nach der Rückkehr in ihr Heimatland. Dabei waren Hundebisse und Fledermauskontakte das Hauptrisiko. Gerade Reiseländer, die sich eines zunehmenden Interesses bei Touristen erfreuen, wie Länder Süd- und Südostasiens oder Teile Zentralafrikas, sind hier betroffen."

Empfohlene Schutzmaßnahmen

Die Internisten vom BDI wollen alle betroffenen Reisenden auf diese Risiken aufmerksam machen und auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen hinweisen, die von der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit als größter Fachgesellschaft der reisemedizinisch tätigen Ärzte in Deutschland empfohlen werden: Direkte Tierkontakte sind zu vermeiden, vor allem das Anfassen von vermeintlich kranken Tieren – insbesondere Fledermäuse – sollte unbedingt unterbleiben.

Nach einem Tierbiss oder Fledermauskontakt ist  eine umgehende Tollwutschutzbehandlung nötig. Eine vorbeugende Impfung ist vor allem für Reisende in Länder mit hohem Tollwutaufkommen empfehlenswert, speziell bei Langzeitaufenthalten und bei zu erwartendem Umgang mit Tieren. Viele Krankenkassen übernehmen zumindest teilweise die Kosten des Impfstoffes.

Pollenflugkalender

Vorhersage für Neubrandenburg

News

Sonnenbrille schützt vor Augenschäden

Nahaufnahme einer Frau mit Sonnenbrille vor einem Sonnenuntergang.

Ab UV-Index von 3 aufsetzen

Ob am Strand, auf der Terrasse oder im Gebirge: Dass man in der Sonne die Haut vor UV-Strahlen schützen muss, ist inzwischen selbstverständlich. Weniger bekannt ist, dass auch die Augen Schutz vor dem UV-Licht benötigen.   mehr

Gesund baden
Gesund baden

Tipps für Frauen und Mädchen

Sommerzeit ist Badezeit. Doch gerade nasse Badekleidung begünstigt Infektionen. Einige Regeln helfen Frauen, vorzubeugen.   mehr

Nicht jedes Medikament ist sicher
Nicht jedes Medikament ist sicher

Arzneimittelkauf im Urlaub

Medikamente im Urlaub spontan vor Ort kaufen? Das kann in manchen Ländern riskant sein. Gesundheitsexpert*innen warnen vor gefälschten oder minderwertigen Arzneimitteln und geben Tipps, wie sich Reisende vor gesundheitlichen Folgen schützen können.   mehr

Slushies können Kindern schaden
Slushies können Kindern schaden

Nicht zu viel davon genießen!

Bunt, eiskalt und süß: Slush-Ice-Getränke sind im Sommer vor allem bei Kindern beliebt. Doch das Vergnügen birgt Gefahren. Schon ein großes Getränk kann bei den Kleinen Kopfschmerzen, Schwindel oder sogar Bewusstseinsstörungen auslösen.   mehr

Bauchmigräne bei kleinen Kindern
Bauchmigräne bei kleinen Kindern

Bauchweh und Lichtscheu

Kinder leiden oft unter Bauchschmerzen. Tauchen sie immer wieder auf und werden dabei von Lichtscheu oder Kopfschmerzen begleitet, handelt es sich womöglich um eine Bauchmigräne.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im August

Gut leben mit Vorhofflimmern

Gut leben mit Vorhofflimmern

Keine Chance dem Schlaganfall!

Vorhofflimmern bedeutet nicht, auf ein aktives Leben verzichten zu müssen. Wer seine Medikamente zuv ... Zum Ratgeber

Notfälle A-Z

Notfälle A-Z

Ein Sturz von der Leiter, ein Nervenzusammenbruch oder gar ein plötzlicher Herzinfarkt – Erste Hilfe zu leisten, ist nicht nur Aufgabe professioneller Sanitäter, sondern eines jeden Bürgers. Das ist sogar gesetzlich festgelegt: „Unterlassene Hilfeleistung“ kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft werden. Und sich in Erster Hilfe auszukennen, kann lebensrettend sein. Die Überlebensrate nach einem Herzstillstand verdoppelt sich, wenn Laien gleich mit der Wiederbelebung beginnen. In diesem Kapitel erfahren Sie alles, um in lebensbedrohlichen Situationen optimal Hilfe zu leisten.

Mehr erfahren
Linden-Apotheke
Inhaberin Aliona Tsiple
Telefon 0395/5 44 25 81
Fax 0395/5 44 25 51
E-Mail lindenapo.nb@t-online.de