Mode-Diäten belasten das Herz


Low Carb steigert Cholesterinspiegel
Mode-Diäten belasten das Herz

Zu viele Kohlenhydrate machen dick, doch der vollständige Verzicht auf sie ist höchst ungesund. Schwedische Forscher warnen: Low-Carb-Diäten erhöhen den Cholesterinspiegel und gefährden so die Herzgesundheit.

Viele Herzkranke in Schweden

In den 1970er-Jahren verzeichnete das skandinavische Land Schweden die weltweit höchste Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Land reagierte mit einer großen Initiative zur Ernährungsumstellung, die von 1985 bis heute andauert. Ab 2006 stiegen der Fettkonsum und die Cholesterinwerte jedoch wieder auf frühere Werte, trotz der Einführung von cholesterinsenkenden Medikamenten.

Low Carb: Eiweißreich essen

Gleichzeitig wurden Low-Carb-Diäten populär, bei denen man auf stärkehaltige Kohlenhydrate verzichtet und mehr Fleisch und Fett konsumiert. „Low-Carb-Diäten erzielen in den ersten sechs Monaten gute Abnehmerfolge, bringen jedoch nach einem Jahr keinen Vorteil gegenüber anderen Diäten", berichtet Alexandra Hofer von der österreichischen Gesellschaft für Ernährung. Die Gefahr: Die Werte des <sondertextlink>20z46|LDL-Cholesterins</sondertextlink> steigen. Dieses „schlechte“ Cholesterin fördert im Gegensatz zum „guten“ <sondertextlink>20z47|HDL-Cholesterin</sondertextlink> Arterienverkalkung.

Blitzdiäten helfen nicht

Bei der Wahl der geeigneten Diät rät Ernährungsexpertin Hofer, auf drei Grundmerkmale zu achten. „Es sollte stets um eine langsame Gewichtsabnahme, um mehr Bewegung und auch psychische Maßnahmen wie Stressabbau gehen." Statt Disziplin, die die meisten ohnehin nicht lange durchhalten, empfehle sich zudem eine abwechslungsreiche Ernährung, die auf persönliche Bedürfnisse abgestimmt ist.

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