Verstopfte Venen:


Schutz vor Reise-Thrombosen
Verstopfte Venen:
Andresr/ shutterstock
Sommer ist Reisezeit. Menschen mit einer Thromboseneigung sollten vor mehrstündigen Flügen vorbeugende Maßnahmen treffen.

Enge Sitze, trockene Luft und kaum Bewegung – eine schlechte Kombination für den Blutfluss in den Beinvenen. Viele fürchten auf Langstreckenflügen eine Thrombose. Welche Maßnahmen einem Blutgerinnsel vorbeugen und warum man von einer eigenmächtigen ASS-Einnahme absehen sollte.

Gehemmter Blutfluss

Die Reisezeit naht. Doch bis man sein Ziel erreicht, muss man meist mehrere Stunden in Flugzeug, Bus oder Bahn verharren, und dies hat Folgen für den Blutfluss. Der Bewegungsmangel schwächt den Blutfluss in den Venen. Ist die Raumluft sehr trocken, verliert der Körper zusätzlich Flüssigkeit und das Blut dickt ein. Im Flugzeug kommt ein weiterer Faktor hinzu: Aufgrund des niedrigen Luftdrucks dehnen sich die Venenwände aus, der Druck in den Venen sinkt und das Blut fließt langsamer. Im schlimmsten Fall führen diese Umstände gemeinsam zu einer Thrombose. Meist sind die Beinvenen betroffen.

Das eigene Risiko kennen

Welche vorbeugenden Maßnahmen ratsam sind, hängt von der Thromboseneigung des Einzelnen ab. „Raucher, Übergewichtige, Frauen, die die Antibabypille nehmen, kürzlich Operierte und bereits an Thrombosen Erkrankte gehören zu der Risikogruppe für Venenthrombosen“, gibt die Apothekerkammer Niedersachsen bekannt. Auch Menschen mit einer genetisch bedingten Blutgerinnungsstörung sind gefährdet. Wer zur Risikogruppe zählt, sollte mit dem Hausarzt über vorbeugende Maßnahmen sprechen. Dieser entscheidet, ob eine Anti-Thrombosespritze nötig ist, die sich der Betroffene kurz vor Antritt der Reise injiziert oder injizieren lässt.

Keine eigenmächtige ASS-Einnahme

Vor einer eigenmächtigen Einnahme blutverdünnender Medikamente, zum Beispiel ASS oder Aspirin, raten die Apotheker ab. Studien haben ergeben, dass der darin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure nicht vor einer Thrombose schützt, da er in erster Linie den Blutfluss in den Arterien verbessert – nicht jedoch in den Venen. Arterien transportieren das Blut vom Herzen weg, Venen zum Herzen hin. In der Regel genügen einfache Maßnahmen, um einer Venen-Thrombose vorzubeugen:

  • Bleiben Sie in Bewegung. Stehen Sie hin und wieder auf und laufen Sie ein paar Schritte im Gang entlang. Besteht dazu nicht die Möglichkeit, bewegen sie die Zehen, Füße und Beine im Sitzen. Dazu mit den Zehen wackeln oder die Füße zwischen Ferse und Ballen langsam hin und her rollen. Schon kleine Bewegungen verbessern den Blutfluss in den Venen.
  • Schlagen Sie die Beine nicht übereinander, denn das fördert einen Blutstau.
  • Trinken Sie ausreichend, um das Blut dünn zu halten. Während der Reise gilt: etwa 250 ml Wasser oder Saft pro Stunde.
  • Trinken Sie während der Reise alkoholfreie Getränke, denn Alkohol erweitert die Gefäße und kann dadurch den Blutfluss in den Venen verringern.
  • Wer bereits Venenprobleme hat, sollte während der Reise angepasste Kompressionsstrümpfe tragen, die durch äußeren Druck auf die Venenwände den Blutfluss in den Venen unterstützen.

Pollenflugkalender

Vorhersage für Neubrandenburg

News

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Oktober

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Probiotika im Einsatz

Ob für eine gesunde Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder als Begleiter beim Abnehmen: ... Zum Ratgeber

Notfälle A-Z

Notfälle A-Z

Ein Sturz von der Leiter, ein Nervenzusammenbruch oder gar ein plötzlicher Herzinfarkt – Erste Hilfe zu leisten, ist nicht nur Aufgabe professioneller Sanitäter, sondern eines jeden Bürgers. Das ist sogar gesetzlich festgelegt: „Unterlassene Hilfeleistung“ kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft werden. Und sich in Erster Hilfe auszukennen, kann lebensrettend sein. Die Überlebensrate nach einem Herzstillstand verdoppelt sich, wenn Laien gleich mit der Wiederbelebung beginnen. In diesem Kapitel erfahren Sie alles, um in lebensbedrohlichen Situationen optimal Hilfe zu leisten.

Mehr erfahren
Linden-Apotheke
Inhaberin Aliona Tsiple
Telefon 0395/5 44 25 81
Fax 0395/5 44 25 51
E-Mail lindenapo.nb@t-online.de