Myome – gutartige Geschwülste


Starke Blutungen klären lassen
Myome – gutartige Geschwülste

Eine starke, lang anhaltende Menstruation oder Blutungen außerhalb der Regel sind manchmal ein Zeichen für gutartige Tumoren der Gebärmutter – so genannte Myome. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte hin (BVF).

Gutartig, aber schmerzhaft

Myome sind die häufigsten gutartigen Geschwülste in der Muskulatur der Gebärmutter. Sie enstehen meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr. Rund 40 Prozent aller 35‐Jährigen leiden unter solchen Tumoren. Weil Töchter von Myom‐Patientinnen häufiger betroffen sind, vermuten Mediziner eine genetische Ursache.
Neben Blutungen leiden Frauen mit Myomen oft unter wehenartigen Schmerzen, weil die Gebärmutter mit Kontraktionen auf eine Geschwulst reagiert. Christan Albring, Präsident des BVF erklärt: „Seltener fallen die Tumoren durch Bauch‐ oder Rückenschmerzen oder einen verstärkten Harndrang auf. Diese Symptome treten dann auf, wenn ein Myom Druck auf andere Organe wie Blase, Niere oder Darm ausübt."

Frauen vor den Wechseljahren betroffen

Bisher ist nicht bekannt, warum Myome aus der Gebärmutter-Muskelschicht entstehen. Meist entwickelt sich ein Myom in der Nähe eines Blutgefäßes aus einer unreifen Muskelzelle, die schneller wächst als die umliegenden Zellen. Östrogene regen das Wachstum dieser Zelle an. „Darum bilden sich diese gutartigen Tumoren nur bei fruchtbaren Frauen, deren Eierstöcke Östrogene produzieren", fügt Albring hinzu. „Nach den Wechseljahren bilden sich bestehende Myome langsam zurück."

Frauen mit unnormalen Blutungen oder starken Regelschmerzen sollten die Beschwerden von einem Frauenarzt klären lassen. Ärzte diagnostizieren Myome in der Regel mit Hilfe einer Tast‐ und einer Ultraschall‐Untersuchung. Bringen die Verfahren keine Klarheit, sind weitere Untersuchungen nötig: Magnetresonanz‐Tomografie, Röntgen bis hin zur Gebärmutter‐ und Bauchspiegelung.

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