Süßholz beugt Diabetes vor


Amorfrutine senken Blutzucker
Süßholz beugt Diabetes vor

Die Arzneipflanze des Jahres 2012 ist ein wirksames Heilmittel gegen Erkältung und Magenbeschwerden: Süßholz. Forscher des Max-Planck-Instituts fanden heraus, dass in der Süßholzwurzel enthaltene Moleküle zudem Diabetes vorbeugt.
Moleküle wirken antidiabetisch
Das Team um Studienleiter Sascha Sauer fand im Süßholz Wirkstoffe mit antidiabetischer Wirkung: die Amorfrutine. „Die gesundheitsfördernden Effekte der Süßholzwurzel beruhen darauf, dass die Amorfrutin-Moleküle gezielt an einen Rezeptor names PPARy im Zellkern andocken“, erklärt Sauer. Dieser unterstützt den Fett- und Zuckerstoffwechsel. Die Amorfrutin-Moleküle aktivieren Gene, die den Zuckerspiegel senken. So verhindern sie, dass sich eine Insulinresistenz entwickelt, welche Altersdiabetes auslöst.

„Zwar gibt es auf dem Markt bereits Medikamente, die auf den PPARγ-Rezeptor wirken. Diese wirken aber nicht selektiv genug und verursachen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme oder Herz-Kreislauf-Probleme“, sagt Sascha Sauer. Die Amorfrutine dagegen gelten als ausgesprochen gut verträglich.

Amorfrutine wirken hoch konzentriert

Süßholz ist Bestandteil einer beliebten schwarzen Süßigkeit: Lakritze. "Es nützt aber nichts, bei Diabetes Lakritze zu essen oder Süßholztee zu trinken", erklärt Sauer. "Denn im Tee oder in der Lakritze liegen die Stoffe in einer viel zu geringen Konzentration vor, als dass sie wirken könnten."Die Forscher entwickelten jedoch ein spezielles Extraktionsverfahren, um die Amorfrutin-Extrakte in ausreichender Konzentration zu gewinnen. „Die Amorfrutine könnte man mit Nahrungsergänzungsmitteln aufnehmen“, meint Sauer.

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