Frauen essen umweltschonender


Richtige Ernährung reduziert Treibhauseffekt
Frauen essen umweltschonender

Weniger Fleisch und Wurst, dafür mehr Obst und Gemüse: Frauen ernähren sich gesünder und schützen dadurch die Umwelt mehr als Männer. Das ergab eine Studie von Forschern der Martin-Luther-Universität in Halle.

Tierische Produkte brauchen Platz

Die Wissenschaftler werteten die Nationale Verzehrstudie aus dem Jahr 2006 aus. Damals befragten sie rund 20.000 Menschen nach ihrem Ernährungsverhalten. Dabei ergab sich, dass der Ernährungsstil der Frauen sich günstiger auf die Umwelt auswirkt: Sie verbrauchen weniger umweltintensiv produzierte Nahrungsmittel, beugen so dem Treibhauseffekt vor und verringern den notwendigen Flächenbedarf für die Herstellung tierischer Produkte. Zu diesen gehören Rind-, Schweine- und Kalbsfleisch sowie Butter.

„Übernähmen alle Männer in Deutschland das typische Verzehrprofil von Frauen, mit einem um die Hälfte reduzierten Verbrauch von Fleisch- und Wurstprodukten und stattdessen einen höheren Anteil an Gemüse, Obst und Getreideprodukten, würde eine Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern im In- und Ausland frei werden“, erklärt Studienleiter Toni Meier.

Männer müssen nachziehen

95 Prozent der Ammoniak-Emission ist auf die Ernährung zurückzuführen. Vor allem Düngemittel stoßen dieses Gas aus. Wenn Männer ihre Ernährung umstellen, würden 60.000 Tonnen Ammoniak weniger in die Luft gelangen, schätzen die Experten.

„Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass je nach Anteil am Gesamteffekt der Einfluss einer Ernährungsumstellung unterschiedlich groß sein kann. Die Ernährung der Frauen kann als Vorbild dienen“, betont Meier.

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