Sport verändert Erbgut-Information


Bewegung aktiviert Gene
Sport verändert Erbgut-Information

Bewegung ist gut für die Gesundheit – skandinavische Forscher ermittelten nun den Grund. Sport löst Ablagerungen, die an der DNA der Muskelzellen sitzen. Dadurch aktiviert die Bewegung bisher blockierte Gene unseres Erbguts.

Nicht nur Kraftaufbau

Forscher der Universität Kopenhagen und des schwedischen Karolinska-Instituts bewiesen, dass die positiven Effekte des Sports über eine reine Stärkung des Muskels hinausgeht.

Die Forscher entnahmen 14 gesunden, aber untrainierten Männern und Frauen kleine Zellproben aus dem Gewebe des seitlichen Oberschenkelmuskels. Anschließend trainierten die Studienteilnehmer auf einem Fahrrad-Ergometer bis sie 400 Kilokalorien verbrannt hatten. Sie benötigten dafür 30 bis 60 Minuten. Direkt nach dem Training und drei Stunden später erfolgten weitere Muskelzellentnahmen.

Körper besser informiert

Alle Teilnehmer hatten nach dem Training weniger schädliche Ablagerungen an der DNA – den Erbgutträgern – der Muskelzellen. Die Ablagerungen aus Kohlenwasserstoffgruppen deaktivieren die DNA, sodass der Körper die Erbgutinformationen nicht mehr lesen kann. Während der sportlichen Betätigung lösen die Muskelkontraktionen die Ablagerungen an der DNA. Der Körper kann deshalb nach dem Sport wieder mehr Informationen aus der DNA der Muskelzellen ziehen. Diese Tatsache erklärt möglicherweise die gesundheitsfördernde Wirkung von Sport. So beugt regelmäßige Bewegung nachweislich Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

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