Wenig Fleisch, viel Fisch


Richtig essen bei Rheuma
Wenig Fleisch, viel Fisch

Rheuma kann man nicht heilen. Die Beschwerden lassen sich jedoch lindern, und das nicht nur mit Medikamenten. Gebieten Sie der Gelenkentzündung mit der richtigen Ernährung Einhalt.

Entzündungsfördernd oder -hemmend?

Wer von Rheuma spricht, meint meist die Rheumatoide Arthritis, eine entzündliche Gelenkerkrankung, die in jedem Alter auftreten kann. Betroffene haben zunächst Schmerzen in den Fingergelenken, später weitet sich die Entzündung auf den Ellenbogen, die Schulter und das Knie bis in die Hüfte und Halswirbelsäule aus. Hinter der Erkrankung steckt ein fehlgeleitetes Immunsystem, das Gelenkknorpel und Knochen angreift.

Die Erkrankungsursache lässt sich nicht beheben. Medikamente und Krankengymnastik lindern jedoch die Beschwerden. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Denn einige Lebensmittel fördern Entzündungen, andere wirken ihnen entgegen.

Gute und schlechte Fettsäuren

Rheumatiker sollten Nahrungsmittel meiden, die Arachidonsäure enthalten – sie verstärken die entzündlichen Prozesse. Vor allem tierische Produkte wie Schweineschmalz, fettreiche Fleischarten und Wurstwaren sowie Butter, Sahne und Käse sind reich an Arachidonsäure.Greifen Sie stattdessen zu reichlich Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst – sie sind frei von Arachidonsäure. Eine obst- und gemüsereiche Kost enthält außerdem Antioxidanzien wie Vitamin C und Beta-Karotin. Diese fangen die freien Radikale ab, die bei Entzündungen vermehrt entstehen.

Entzündungshemmend wirken die Omega-3-Fettsäuren. Sie finden sich in fettreichem Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele und in einigen Pflanzenölen, zum Beispiel Raps-, Soja- und Walnussöl. Die Öle sollten täglich auf dem Tisch stehen, der Fisch mindestens zweimal die Woche. Wer keinen Fisch mag, kann auf Fischölkapseln zurückgreifen. Diese sollte man aber nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen.

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