Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang


Die Mitte macht´s
Schlafdauer Aufstehen
mauritius images / Tom Science / macrocosm

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.

Risikofaktor Schlafmangel

Schlaf ist elementar für das Wohlbefinden. Unter anderem ist er nötig, damit sich der Körper regeneriert, Informationen und Emotionen verarbeitet werden und das Immunsystem gut arbeitet. Zu wenig Schlaf macht sich entsprechend recht schnell bemerkbar: Man ist gereizt, kann sich schlechter konzentrieren und ist allgemein weniger leistungsfähig. Längerfristig erhöht Schlafmangel das Risiko für ernste Erkrankungen wie Depressionen, Bluthochdruck oder Diabetes.

17 Organsysteme untersucht

Dass auch zu viel Schlaf nicht gesund ist, haben Forschende schon länger vermutet. Eine neue Studie hat nun untersucht, wie sich zu viel Schlaf auf die Alterung auswirkt. Dafür entwickelten sie ein Modell, in das sie die Daten von einer halben Million Menschen eingaben. 17 Organsysteme konnten die Forschenden so in Bezug auf die Alterung beurteilen.

Auslöser für Altersdepressionen?

Das Fazit lautet: Ideal sind 6,4 bis 7,8 Stunden Schlaf. Längere oder kürzere Schlafzeiten sorgen wohl dafür, dass die Organe schneller altern. In Verbindung mit zu langem Schlaf zeigten sich vor allem Erkrankungen wie Altersdepression, Asthma, chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen und Magenprobleme. Die Forschenden betonen aber auch: Es sind weitere Studien nötig, um die Ergebnisse zu überprüfen. Nur so lässt sich eine Kausalität sicher feststellen – also, dass zu wenig Schlaf auch der wirkliche Verursacher der Probleme ist.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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