Unterleibsschmerzen bei Frauen


Viele Ursachen behandelbar
Unterleibsschmerzen bei Frauen
mauritius images / Zen Shui / Frederic Cirou
Unterleibsschmerzen haben viele Ursachen

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.

Mehr als Regelschmerzen

Wiederkehrende Unterleibsschmerzen sind eine Belastung. Für manche Frauen sind die Schmerzen so stark, dass der Alltag an manchen Tagen stark eingeschränkt ist. Oft treten die Schmerzen in Zusammenhang mit der Monatsblutung auf und werden deshalb einfach als „normale Regelschmerzen“ akzeptiert. ,Bei wiederkehrenden Schmerzen lohnt sich deshalb eine Besprechung in der Frauenarztpraxis. 

Schmerzen einordnen

Bevor der Termin in der Praxis ansteht, hilft es oft, die Beschwerden einzuordnen. Diese wichtigen Fragen werden wahrscheinlich auch in der Praxis gestellt: 

  • Wann treten die Schmerzen auf? Gibt es einen Zusammenhang z. B. mit der Menstruation, mit Stress, Bewegung, der Sexualität oder dem Toilettengang?
  • Wir stark sind die Schmerzen? 
  • Kommen weitere Beschwerden vor wie Ausfluss, Fieber, Blutungsstörungen oder Probleme beim Toilettengang?
  • Helfen Medikamente oder andere Maßnahmen?

Durch die Beantwortung der Fragen kommen Ärztinnen und Ärzte einer Diagnose näher. In komplizierteren Fällen hilft es auch, ein Schmerztagebuch zu führen, um das Auftreten der Schmerzen schriftlich oder digital festzuhalten. 

Endometriose ist häufig

Eine relativ häufige Ursache für wiederkehrende Bauchschmerzen ist die Endometriose. Bei dieser Krankheit lagert sich Gewebe, dass der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, im Bauchraum oder auch in der Gebärmutter an. Weil dieses Gewebe mit dem Zyklus wächst, entstehen dabei zyklusabhängige Schmerzen. Daneben gibt es viele weitere Ursachen wie Myome, Ovarialzysten oder Verwachsungen. 

Beschwerden beim Geschlechtsverkehr

Schmerzen an der Vulva, also dem äußeren Genitale, entstehen hingegen bei der Vulvodynie. Dies macht sich mit Beschwerden beim Geschlechtsverkehr bemerkbar, aber möglicherweise auch beim Radfahren, Sitzen oder Tragen enger Kleidung. Die Beschwerden reichen von einem Wundheitsgefühl über ein Brennen oder Stechen bis hin zu Schmerzen. Ursächlich sind beispielsweise Infektionen, hormonelle Veränderungen oder auch Beckenbodenprobleme. Überhaupt sind Beckenbodenprobleme nicht selten. Diese können sich auf verschiedenste Weise äußern, z. B. auch durch Probleme beim Wasserlassen. 

Beratung in der Arztpraxis

Frauen müssen diese Beschwerden nicht über sich ergehen lassen. Wenn Probleme bestehen, sprechen Sie dies am besten spätestens bei der gynäkologischen Kontrolle an. Denn nur durch gezielte Diagnostik und Therapie lassen sich die Ursachen behandeln. 
Quelle: Frauenärzte im Netz 

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