Mehr Fett durch Rauchen?


Zunahme von Bauchfett befürchtet
Eine rothaarige Frau schaut auf ihre Zigarette.
mauritius images / Cavan Images / Dmytro Betsenko

Rauchende haben den Ruf, eher schlank zu sein. Das stimmt auch – dennoch führt Rauchen möglicherweise zu mehr innerem Bauchfett.

Inneres Fett macht krank

Das innere Bauchfett – oder auch viszerales Fettgewebe – umgibt alle Organe im Bauch. Das ist auch gut so, denn der dünne Fettmantel schützt die Organe. Im Vergleich zum äußerlich sichtbaren Fett gehen vom inneren Bauchfett die größeren Gesundheitsrisiken aus: Das Mehr an innerem Bauchfett erhöht das Risiko für manche Krankheiten erheblich, darunter Herzinfarkt, Diabetes, Schlaganfall und Demenz. Dazu ist das innere Bauchfett tückisch: denn auch äußerlich schlanke Menschen können viel inneres Bauchfett haben.

Hinweise verdichten sich

Genau dies könnte auf Rauchende zutreffen. Im Schnitt haben Rauchende zwar einen geringeren BMI als Nicht-Rauchende, dafür könnte durch das Rauchen das innere Bauchfett zunehmen. Neben den schädlichen Folgen von Nikotin und weiteren Zusatzstoffen im Tabak kämen also weitere Gesundheitsrisiken durch das Bauchfett hinzu.

Oder doch die Gene?

Noch ist allerdings nicht klar bewiesen, ob sich das innere Bauchfett tatsächlich durch das Rauchen vermehrt. Auch Gene könnten eine Rolle spielen, die sowohl zur Fettzunahme als auch zum aktiven Rauchverhalten führen. Dennoch verdichten sich die Hinweise, dass Rauchen das innere Fett fördert. Bisher noch nicht untersucht wurde, ob eine Entwöhnung vom Rauchen eine Auswirkung auf die Fettverteilung hat. So bleiben noch einige Fragen offen.

Quelle: Ärzteblatt

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