Was ist AMD?


Altersabhängige Makula-Degeneration
Was ist AMD?

Was ist AMD? Auf diese Frage weiß nur jeder zwanzigste Deutsche eine Antwort. Dabei zählen Experten die Altersabhängige Makula-Degeneration zu den Volkskrankheiten. Vorbeugend helfen eine vitaminreiche Kost und der Verzicht auf Zigaretten.

Dass sich hinter dem Begriff AMD (Alterabhängige Makula-Degeneration) eine Augenkrankheit verbirgt, wissen laut des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid gerade einmal fünf Prozent der Deutschen. Dabei ist AMD für die Hälfte aller Erblindungen verantwortlich. Fast 20 Prozent der Über-65-Jährigen leiden unter Frühformen der AMD. Weil die Bevölkerung stetig altert, wird die Zahl der Betroffenen in den nächsten 30 Jahren von 4,5 auf 6 Millionen steigen „Damit müssen wir die AMD zu den großen Volkskrankheiten zählen“, erklärt Prof. Dr. med. Karl Ulrich Bartz-Schmidt, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Wie ist AMD zu erkennen?

Der geringe Bekanntheitsgrad der Augenkrankheit ist umso bedenklicher, da ohne frühzeitige Behandlung ein nicht wieder gut zu machender Sehschaden zurückbleibt. Ob Anzeichen einer AMD vorhanden sind, verraten der Amsler-Gitter- und der Online-Visus-Test. Experten raten Personen über 60, diese Tests regelmäßig durchzuführen und sich bei Hinweise auf verzerrtes Sehen sofort an ihren Augenarzt zu wenden.

Was geschieht bei der Altersabhängigen Makula-Degeneration?

Von AMD sind zwei verschiedene Formen bekannt. Bei der unheilbaren, trockenen AMD sterben Sehzellen ab. Bei der selteneren, feuchten AMD breiten sich Blutgefäße in jenem Bereich der Netzhaut aus, der auch als „Ort des schärfsten Sehens“ bekannt ist. Den Namen trägt diese Netzhautstelle, da sie die größte Dichte an Sinneszellen für das Farbsehen enthält. Die feuchte AMD mindert das Sehvermögen rasch, lässt sich jedoch durch Anti-VEGF-Präparate aufhalten. Diese neutralisieren Wachstumsfaktoren und verhindern so Gefäßwucherungen in der Netzhaut. Der Arzt spritzt sie direkt ins Augeninnere.

Was ist gegen AMD zu empfehlen?

Bei allen Formen der AMD bewähren sich optische und elektronische Sehhilfen. In Verbindung mit einer guten Beleuchtung gleichen sie Sehschäden effektiv aus. Auch der Verzicht auf Zigaretten und Nikotin wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Bei bestimmten Formen der AMD helfen vermutlich Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C, Beta-Karotin, Vitamin E, Zink, Omegafettsäuren sowie die Sehfarbstoffe Lutein und Zeaxanthin. Der Nutzen dieser Präparate ist allerdings noch nicht ausreichend belegt.

Folgende Links führen zum Amsler-Gitter bzw. zum Online-Visus-Test: www.amd-netz.de/amslergitter und www.amd-netz.de/hilfe-und-beratung/online-sehtest.

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